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Fahrradfahren aber richtig: So fahren Sie sicher und mit Spaß

Über 200 Jahre nach der Erfindung des Fahrrads boomt der Fahrradmarkt wie nie zuvor. Alleine in Deutschland sind laut aktuellen Statistiken rund 73,5 Millionen Fahrräder unterwegs. Wo viel gefahren wird, da können durchaus Unfälle passieren. Mit einigen einfachen Tipps können Sie aber sowohl das Risiko für brenzlige Situationen, Unfälle und Stürze als auch die Folgen von Sturzverletzungen deutlich senken und stattdessen die malerische Landschaft Thüringens genießen.

 

Bitte nicht ohne Helm

Auch wenn viele Radler aus modischen Gründen auf einen Helm verzichten, ist ein gut sitzender Kopfschutz das A und O. Immerhin handelt es sich bei einem Großteil aller schweren Verletzungen beim Radfahren um Kopfverletzungen. Selbst ein ungünstiger Aufprall bei niedriger Geschwindigkeit kann bereits zu massiven Hirnverletzungen führen. Im Angesicht der unglaublichen Modell- und Farbenvielfalt auf dem Markt werden Sie auf der Suche nach einem passenden Modell in jedem Fall fündig.

Und wenn Sie sich für einen Helm entscheiden, sollte nicht der Preis das Hauptentscheidungskriterium sein, denn ein schlecht sitzender Helm bietet nur wenig Schutz. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist das vorhandene CE-Siegel (DIN EN 1078). Und wer trotz aller Argumente selbst keinen Helm tragen möchte, sollte zumindest seinen Kindern einen Helm aufsetzen. Denken Sie daran: Lieber einmal mehr eine verwuschelte Frisur als ein Leben lang gefüttert werden müssen.

 

Geeignete Kleidung ist angenehm und schützt

Am angenehmsten und damit auch am sichersten ist das Radfahren natürlich in geeigneter Fahrradbekleidung. Die Funktionsstoffe transportieren nicht nur effektiv den Schweiß und kühlen den Körper, sondern schaffen im Gegensatz zu Jeansstoff und konventioneller Baumwolle mehr Bewegungsfreiheit und damit Reaktionssicherheit auf dem Fahrrad. Mit einer gepolsterten Fahrradhose verbringen Sie zudem auch etliche Stunden im Sattel, ganz ohne, dass die Sitzknochen schmerzen. Fahrradhosen gibt es mittlerweile nicht mehr nur im klassischen Schnitt, sondern auch als Bermudas oder als dünne Unterziehhose.

 

Eine angemessene und vorausschauende Fahrweise hilft

Was im Auto gilt, gilt natürlich auch auf dem Fahrrad. Damit meinen wir freilich die Straßenverkehrsordnung. Denken Sie also an Vorfahrtsregeln, den Schulterblick beim Abbiegen und Überholen von Radlern und Fußgängern, an das Handzeichen beim Abbiegen und das Rechtsfahrgebot. Ja, auch dieses gilt auf Radwegen.

Insbesondere wenn Sie sportlich mit einem Rennrad oder Mountainbike bzw. mit einem E-Bike unterwegs sind, ist besondere Obacht geboten. Rechnen Sie immer mit dem Unerwarteten und fahren Sie vorausschauend. Schnell ist es passiert, dass sich ein Hund losreißt, ein Kind losrennt, ein Schlagloch aus dem Schatten auftaucht oder ein Autofahrer Ihre Geschwindigkeit unterschätzt. Außer auf absolut freier Strecke gehören die Hände also immer in die Nähe der Bremsen. So können Sie blitzschnell reagieren und selbst brenzlige Situationen frühzeitig aussteuern.


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Verletzungen können immer passieren

So vorsichtig und gekonnt Sie auch fahren, passieren kann immer etwas. Optimal durch einen Helm und feste Schuhe geschützt, handelt es sich bei den meisten Verletzungen lediglich um Prellungen, blaue Flecken und Schürfwunden. Gerade letztere treten durch den Versuch, sich beim Sturz abzufangen, meist an den Händen auf. Da Schürf- und Schnittwunden insbesondere im Bereich der Handflächen langwierig und schmerzhaft sein können und den Alltag nicht selten einschränken, ist das Tragen von Fahrradhandschuhen empfehlenswert. Für wenige Euro verhindern diese den größten Schaden.

Häufig kommt es bei Fahrradstürzen durch die Abfangbewegung auch zu Prellungen, Stauchungen oder gar Brüchen von Hand und Handgelenken. Wenn Sie nach einem Fahrradsturz eine Schwellung bemerken, Ihre Hand nicht richtig bewegen können oder diese stark schmerzt, ist der Gang zum Arzt immer empfehlenswert.

 

Fahrrad und Fahrer müssen verkehrssicher sein

Neben dem Verhalten des Fahrers und der richtigen Schutzkleidung kommt es für das sichere Fahren natürlich auch auf den verkehrssicheren Zustand des Fahrrads an. Vor jeder Fahrt sollten Sie dementsprechend überprüfen, ob die Bremsen richtig zupacken, ob der Lenker fest ist und der Rahmen sowie die Speichen der Laufräder keine Beschädigungen aufweisen. Gerade bei Fahrten in der Dunkelheit ist eine ausreichende Beleuchtung obligatorisch.

Gute LED-Batterieleuchten sind schon für wenig Geld zu haben, an jedem Rad montierbar und sehen auch noch schick aus. Sicherheitsexperten empfehlen für Fahrten in der Morgen- und Abenddämmerung zudem ein Tagfahrlicht. Und dafür, dass Sie auch selbst gut in der Dunkelheit gesehen werden, sorgt Fahrradbekleidung mit eingenähten Reflektorstreifen.

Zu guter Letzt, kommt es natürlich auch auf Ihre persönliche Fahrtüchtigkeit an. Auch wenn der Gesetzgeber in Sachen Alkoholkonsum mit einem zulässigen Höchstwert von 1,6 Promille deutlich mehr durchgehen lässt als am Steuer eines Kraftfahrzeugs, sollten Sie diesen Spielraum nicht ausreizen. Wer sich auf ein bis zwei Drinks beschränkt und damit zumeist unter der 0,5-Promille-Grenze bleibt, steigert seine Reaktionszeit und senkt das Unfallrisiko dramatisch.

 

Auf los geht's los

Sie haben Ihr Fahrrad verkehrssicher gemacht, sich die passende Ausrüstung besorgt und möchten loslegen, wissen aber noch nicht wohin es in Thüringen gehen soll? Wie wäre es beispielsweise mit einer der zahlreichen malerischen Sternradtouren? Oder möchten Sie doch lieber eine mehrere Etappen lange Rundfahrt durch das Burgenland zwischen Erfurt, Arnstadt und Gotha machen?

letzte Änderung: 15.08.2018